Einwegartikel sind Wegwerfartikel und wirken auf den ersten Blick praktisch. Ihre ständige Wiederbeschaffung und Entsorgung hingegen verursacht Abfall und Kosten. Ökologisch betrachtet sind sie eine Katastrophe. Schon die Herstellung von Einwegprodukten verbraucht unverhältnismäßig viele Ressourcen, die kaum genutzt schon in der Abfalltonne landen. Am Ende steht ein gigantischer Müllberg aus mehreren Milliarden Einwegflaschen, Plastiktüten, Obstbeuteln, Kaffeekapseln, Coffee-To-Go-Bechern, Papierservietten und vielen anderen kurzlebigen Produkten.
Getränke sind fast immer in Mehrwegverpackungen erhältlich. Eine Mehrwegflasche aus Glas wird mehr als 50-mal, Mehrwegflaschen aus PET bis zu 25-mal wieder befüllt. Das ist gut für die Umwelt, denn dabei werden Abfall, Rohstoffe und Energie gespart. Im Gegensatz dazu wird eine mit Einwegpfand belegte Plastikflasche bereits nach einmaligem Gebrauch zu Abfall. Durch den Umstieg auf Mehrwegflaschen lassen sich in einem 4-köpfigen Haushalt auf diese Weise pro Jahr bis zu 1.000 Einwegflaschen sparen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Mehrwegpfandflaschen und Einwegpfandflaschen.
Verwenden Sie Gemüsesäckchen, die es im Handel gibt oder nähen Sie sich doch einfach mal selbst welche. Überwiegend auf Wochenmärkten, aber zunehmend auch in Supermärkten können Eier lose erworben werden. Nehmen Sie Ihren eigenen Eierkarton, den Sie mehrfach verwenden können, mit zum Einkauf.
Viele kaufen ihr Brot oder ihre Brötchen beim Bäcker. Bei jedem Einkauf werden dabei Papier- oder Plastikbeutel verbraucht, die zu Hause in der Abfalltonne landen. Ein Brotbeutel aus Stoff stellt eine prima Alternative dar. Die Brotbeutel aus Leinen sparen Müll und sind darüber hinaus atmungsaktiv und kaum anfällig für Schmutz und Bakterien, so dass man das Brot darin nicht nur transportieren, sondern auch aufbewahren kann.
In jeden Haushalt findet man Alu- und Frischhaltefolie, die als kleine Helfer bei Lagerung oder beim Transport von Lebensmitteln praktisch in der Handhabung sind. Leider landen sie nach einmaliger Nutzung im Abfall. Es gibt praktische Alternativen in Form von gewachsten Stofftüchern, die man auch selbst herstellen oder kaufen kann. Auf lange Sicht werden nicht nur die Umwelt und die Gesundheit geschont, sondern auch Geld gespart.
Eine tolle Alternative zu Plastikbeuteln oder Alufolie zum Verpacken von Pausenbroten sind z. B. wiederverwendbare Lunchbeutel, Wachstücher oder die gute alte Tupperdose. Besonders geeignet sind spülmaschinengeeignete Edelstahlboxen. Und auch für die Mitnahme mehrgängiger Menüs gibt es praktische und schadstofffreie Transportalternativen aus Edelstahl.
Coffee-To-Go liegt nach wie vor im Trend. Die Bundesbürger verbrauchen inzwischen 2,8 Milliarden Einwegbecher pro Jahr–Tendenz steigend. Dabei entsteht nicht nur eine große Menge Müll, auch der Energieaufwand für die Herstellung der Becher steht in keinem Verhältnis zu ihrem kurzfristigen Nutzen. Man muss aber nicht auf den Kaffee unterwegs verzichten. Es gibt viele verschiedene Thermo-Mehrweg-Becher, die sich immer wieder verwenden lassen und die man sich inzwischen an vielen Coffee To-Go Verkaufsstellen befüllen lassen kann.
Kaffeekapseln werden von vielen Menschen gerne genutzt, weil sie bequem und unkompliziert sind. Dadurch entstehen mehrere Tonnen schlecht recycelbarer Müll pro Jahr. Zudem verbraucht die Herstellung der Kapseln sehr viel Energie. Für den Verbraucher ist der Kapselkaffee mit einem durchschnittlichen Kilopreis von 30 Euro auch noch unverhältnismäßig teuer. Mehrweg-Kaffee-Kapseln, die sich immer wieder neu mit Kaffee befüllen und leicht reinigen lassen, stellen eine gute Alternative zu den Einwegkapseln dar.
Grundsätzlich sollten Sie auf Portionsverpackungen z. B. für Zucker, Kaffeemilch, Marmelade oder Honig verzichten. Das Verhältnis zwischen Verpackung und Inhalt fällt bei diesen Produkten besonders ungünstig aus.
Wattepads bestehen häufig aus Baumwolle, die bei der Herstellung eine große Menge Wasser und Energie verbrauchen. Nach nur einer Nutzung landen sie im Abfall. Dabei gibt es mit waschbaren Abschminkpads praktische, wiederverwendbare Alternativen. Wiederverwendbare Kosmetikpads kann man z. B. aus alten Handtüchern leicht selber nähen.
Waschbare Küchenrollen ersetzen die Papierrolle in der Küche. Die saugstarken Haushaltstücher sind wiederverwendbar und landen nach Gebrauch nicht im Abfall, sondern einfach in der Waschmaschine und helfen unnötigen Müll sparen.
Eine nachhaltige und hygienische Alternative zu Ohrenstäbchen und Q-Tipps sind wiederverwendbare Wattestäbchen. Ein einziges Wattestäbchen kann 1000 Einweg-Wattestäbchen ersetzen. Es lässt sich ganz einfach reinigen.